Wasserversorgung
Eine gute Wasserversorgung ist in Mitteleurope eine Selbstverständlichkeit. Was es dazu braucht und wie eine
Wasserversorgung funktioniert:
Zuerst etwas Grundsätzliches zur Wasserversorgung, die dafür sorgt, dass genügend Trinkwasser und Brauchwasser
für Menschen, Firmen und Organisationen vorhanden ist:
Eine gute Wasserversorgung baut auf technischen Anlagen auf, welche Wasser aus Brunnen (Grundwasser),
aus Quellen, aus Seen, Flüssen oder Teichen (Oberflächenwasser), oder durch Auffangen von
Regenwasser in Zisternen oder in Meerwasserentsalzungsanlagen sammelt. Dieses Wasser wird dann in
Aufbereitungsanlagen bearbeitet und erhält danach das Prädikat Trinkwasser oder Brauchwasser.
Das so aufbereitete Wasser muss danach über ein Leitungsnetz verteilt werden. Dieses Netz braucht einen gewissen
Druck, damit das Wasser fliesst. Diesen Druck erzeugen die Wasserwerke über natürliches Gefälle, mit in der
Höhe installierten Wassertanks (Wassertürme) über Pumpstationen und Druckerhöhungsanlagen.
Vielfach ist es so, dass zur 'normalen' Versorgung einer Gemeinde ein soches Verteilnetz mit relative kleinen
Rohrdurchmessern bestens funktionieren würde. Die Wasserverteilnetze müssen aber meist um ein vilefaches grösser
dimensioniert werden, damit im Brandfall genügend grosse Mengen Wasser für die Feuerwehr bereit gestellt werden
können.
Im deutschsprachigen Bereich von Deutschland, Oesterreich und der Schweiz sind meist die Kommunen und Gemeinden
für die Wasserversorgung zuständig. In andern Ländern wurde dieser Service privatisiert, was von vielen Bürgern
sehr kritisch beurteilt wird. Denn Wasser ist ein Grundbedürfnis und ohne Wasser kann niemand und nichts leben.
Moderne Wasserversorgungen gibt es in Europa seit ca. 1850. In der Antike sind speziell die Aequadukte und
Wasserversogungssysteme welche bereits im 6. Jahrhundert vor Christus durch die Griechen und später durch die Römer
erbaut wurden, beachtliche technische Meisterwerke, die offensichtlich sehr gut funktionierten.
Hier ein Beispiel einer modernen Wassergewinnung und Grundwasseranreicherungsanlage der Wasserversorgung
Basel:

1964 wurde die Schnellfilteranlage in den Langen Erlen in Betreib genommen und damit begann auch die künstliche
Grundwasseranreicherung mit Rheinwasser. Um eine Verschmutzung mit eventuell durch die umliegenden Betriebe der
chemischen Industrie verunreinigtem Grundwasser zu vermeiden, wird mehr vorfiltriertes Flusswasser (500 Liter
pro Sekunde) über den Waldboden ins Grundwasser eingebracht als abgepumt wird. So 'drückt' das saubere und
durch den Waldboden gefilterte Wasser eindringendes Grundwasser von ausserhalb des Fassungsgebietes weg. Die
Filterwirkung und die Lebewesen im Waldboden reinigen das Wasser bis zur Trinkwasserqualität. Dieses natürliche
Wasseraufbereitungs-Verfahren ist in Europa einmalig.
Neben den öffentlichen Stellen, die Wasser pumpen oder fassen um es als Trinkwasser in die Haushalte zu liefern,
gibt es natürlich auch die Möglichkeit, auf dem eigenen Grundstück Wasser zu gewinnen und als Trinkwasser zu
verwenden. Dazu müssen meist einige Vorschriften und Gesetze beachtet werden. Auch ist es wichtig, eine solide und
nach den neuesten Erkenntnissen gebaute Wassergewinnungsanlage zu bauen. Die gebrächlichsten Formen sind der
Schachtbrunnen für Grundwasser das nicht allzutief unter der Oberfläche zu finden ist, der Bohrbrunnen für
Grundwasservorkommen in grosser Tiefe oder schlicht eine Quellfassung, falls auf dem Grundstück bereits eine Quelle
fliesst und nur noch korrekt gefasst werden muss.
Wasserversorgung
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